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Carlo Abarth – sein Leben und sein Werk
Karl wird zu Carlo
Carlo entgeht den Kriegswirren
Carlo wird Unternehmer
Carlo und seine Boliden
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Carlo und Anneliese
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Carlo Abarth – sein Leben und sein Werk

Es gibt viele Geschichten über das Leben von Carlo Abarth – Herbert Völker hat sie zusammengefasst und den Artikel für unsere Website zur Verfügung gestellt.

 

B
iografien großer Erfinder oder Techniker haben oft einen ähnlichen Anfang, gipfelnd in der Beschreibung, wie das Genie schon in einem Detail der allerfrühesten Jahre aufblitzt. Vom kleinen Karli, damals gerade 11 geworden, ist folgende story überliefert: Karli war sauer, weil er mit seinem hölzernen Tretroller bei den üblichen Bergab-Rennen am Wiener Alsergrund keinen Stich machte. Also bastelte er an der Optimierung des Rollwiderstands und der Seitenführungskräfte: er opferte seinen Ledergürtel und machte daraus Slicks für die Holzräder. Und siehe da, Karli siegte! Abarth war echter Wiener, Jahrgang 1908, und als Heranwachsender mit der ganzen Zauberwelt der frühen Motorisierung konfrontiert. Als Mechanikerlehrling durfte er Motorräder probieren, dann bei Rennen einspringen, und verbesserte seine jeweiligen Maschinen, indem er leichtere Teile einbaute. Er drang in die heimische Spitzenklasse vor bis er sich mit 22 Jahren derart am Knie verletzte, dass er aufgeben musste. Doch als Mechaniker blieb er gut im Geschäft: vor allem ausgefeilte Auspuffanlagen waren seine Spezialität. Auch wenn sein rechtes Knie auch nicht mehr für extreme Schräglagen taugte, fürs beherzte Steuern von Seitenwagenmaschinen noch allemal. Abarth erfand die Schwingarm-Lösung, die es dem Rad des Beiwagens erlaubte, sich in Kurven parallel zum Motorrad zu neigen. Er verkaufte das Patent, belebte es mit vielen eigenen Siegen und war mit 30 zu einer Leitfigur des mitteleuropäischen Zweiradsports geworden, sowohl als Fahrer wie als Techniker.